Fahrschule 26
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Die praktische Fahrprüfung: Ablauf, Fehler, Durchfallen

Was der Prüfer sehen will, worin der Unterschied zwischen leichten und schweren Fehlern liegt und wie es weitergeht, wenn es nicht klappt.

5 Min. Lesezeit

Wie die Prüfung abläuft

Du fährst mit deinem Fahrlehrer und dem Prüfer des TÜV. Der Prüfer sitzt hinten und sagt dir, wohin es geht. Dein Fahrlehrer greift nicht ein, außer es wird gefährlich.

Gefahren wird im normalen Verkehr: Stadt, Landstraße und je nach Prüfort auch Autobahn. Dazu kommen Grundfahraufgaben, die der Prüfer auswählt.

Die Grundfahraufgaben

Das sind die festgelegten Übungen, die du auf Ansage zeigst. Der Prüfer wählt daraus ein paar aus.

  • Abbremsen mit größtmöglicher Verzögerung
  • Rückwärtsfahren um eine Ecke
  • Umkehren
  • Längs einparken
  • Quer einparken

Leichte und schwere Fehler

Nicht jeder Fehler kostet die Prüfung. Ein leichter Fehler ist einer, der niemanden gefährdet, zu spät geblinkt, etwas zu weit rechts eingeordnet. Davon darfst du mehrere machen.

Ein schwerer Fehler ist einer, der jemanden gefährdet oder eine klare Regel verletzt. Vorfahrt genommen, rote Ampel überfahren, ohne Schulterblick den Spurwechsel gemacht. Ein einziger davon beendet die Prüfung.

Was sofort zum Nichtbestehen führt

Die häufigsten Gründe, aus denen eine Prüfung abgebrochen wird:

  • Vorfahrt oder Vorrang missachtet
  • Rote Ampel überfahren
  • Schulterblick beim Abbiegen oder Spurwechsel vergessen
  • Deutlich zu schnell gefahren
  • Eingriff des Fahrlehrers, weil es sonst gekracht hätte

Zu langsam ist auch ein Fehler

Viele fahren aus Vorsicht deutlich unter der erlaubten Geschwindigkeit. Das wirkt sicher, ist es aber nicht: Wer ohne Grund den Verkehr behindert, macht einen Fehler wie jeder andere.

Erwartet wird zügiges, vorausschauendes Fahren. Wenn fünfzig erlaubt sind und die Straße frei ist, fahr fünfzig.

Wenn es nicht klappt

Nach einer nicht bestandenen praktischen Prüfung gibt es eine Wartezeit, dann darfst du erneut antreten. Der Prüfer sagt dir direkt im Anschluss, woran es lag, hör genau zu, das ist deine Übungsliste für die nächsten Stunden.

Was der zweite Versuch kostet, steht offen im Preisaushang: das Vorstellungsentgelt fällt erneut an, dazu die Gebühr des TÜV. Nichts davon ist versteckt.

Häufige Fragen

Was nach diesem Artikel erfahrungsgemäß noch offen bleibt.

Es gibt keine feste Fehlerzahl wie in der Theorie. Mehrere leichte Fehler sind möglich, solange das Gesamtbild stimmt. Ein einziger schwerer Fehler (also einer, der jemanden gefährdet) beendet die Prüfung sofort.

Das hängt vom Prüfort ab. Wo eine Autobahn in erreichbarer Nähe liegt, gehört sie üblicherweise dazu. Geübt hast du sie ohnehin: vier Autobahnfahrten sind Pflichtstunden.

Ja. Wer ohne erkennbaren Grund deutlich langsamer fährt als erlaubt und dadurch den Verkehr behindert, macht einen Fehler. Angepasstes Fahren heißt nicht möglichst langsam.

Für die Klasse B sind 55 Minuten angesetzt. Auf die reine Fahrzeit entfallen davon mindestens 30 Minuten. Der Rest geht für Begrüßung, Fragen zum Fahrzeug und die Rückmeldung am Ende drauf.

Zwischen zwei Versuchen liegen mindestens zwei Wochen, so schreibt es die Fahrerlaubnis-Verordnung vor. Eine Obergrenze für die Zahl der Versuche gibt es bei der praktischen Prüfung nicht. Nutze die Wartezeit für genau die Punkte, die der Prüfer dir genannt hat.

Ja, ohne bestandene Theorie stellt dich niemand zur praktischen Prüfung vor. Außerdem müssen deine zwölf Sonderfahrten bis dahin komplett gefahren sein. Beides prüft die Fahrschule, bevor sie dich beim TÜV anmeldet.

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