Klassen
Welcher Schein?
Alle Klassen, die wir in Hilden ausbilden, vom Motorrad über den Pkw bis zu LKW und Bus.
Klasse B: Auto
Der klassische PKW-Führerschein. Berechtigt zum Führen von Kraftfahrzeugen bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse mit bis zu 8 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz.
ab 18 Jahren
Klasse B197: Automatik mit Schalter-Eintrag
Du machst die Ausbildung auf Automatik, bekommst aber den vollwertigen B-Schein ohne Schlüssel-78-Beschränkung. Perfekt, wenn du entspannt lernen willst, aber später trotzdem Schaltwagen fahren möchtest.
ab 18 Jahren
Klasse B78: reine Automatik
Der PKW-Führerschein mit Ausbildung und Prüfung auf Automatik. Im Führerschein wird die Schlüsselzahl 78 eingetragen. Du darfst damit ausschließlich Automatikfahrzeuge fahren.
ab 18 Jahren
Begleitetes Fahren ab 17 (BF17)
Theorie und Praxis kannst du schon mit 16,5 Jahren starten. Mit 17 darfst du in Begleitung einer eingetragenen Person fahren, ein Jahr Erfahrung sammeln, bevor es alleine losgeht.
ab 16,5 Jahren
Klasse B96: Anhänger bis 4.250 kg
Erweiterung der Klasse B für Gespanne bis 4.250 kg. Sieben Stunden Schulung mit Theorie und Praxis, ganz ohne Prüfung.
ab 18 Jahren
Klasse BE: schwere Anhänger
Für Gespanne über 4.250 kg bis 7.000 kg Gesamtgewicht. Geprüft wird nur praktisch: weil du die Klasse B schon hast, entfallen Theorieunterricht und Theorieprüfung komplett.
ab 18 Jahren
Schlüsselzahl B196: 125er mit Autoführerschein
Mit deinem Autoführerschein 125er fahren, ohne eine neue Klasse zu machen. Du absolvierst eine Schulung aus vier Theorie- und fünf Praxiseinheiten, danach trägt die Führerscheinstelle die Schlüsselzahl 196 ein. Eine Prüfung gibt es nicht.
ab 25 Jahren
Klasse A1: Leichtkraftrad
125 cm³, maximal 11 kW. Der Einstieg in die Motorradwelt ab 16 Jahren.
ab 16 Jahren
Klasse A2: Mittelklasse-Motorrad
Bis 35 kW Motorleistung. Nach 2 Jahren Stufenaufstieg auf A ohne erneute Theorie.
ab 18 Jahren
Klasse A: offene Motorradklasse
Direkteinstieg ab 24, oder mit 20 nach 2 Jahren A2-Besitz. Keine Leistungsbeschränkung.
ab 24 Jahren
Klasse C: LKW
Der Führerschein für LKW über 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse. Gebaut sein dürfen sie für höchstens acht Personen außer dir. Ein Anhänger bis 750 kg darf mit. Voraussetzung ist die Klasse B.
ab 21 Jahren
Klasse CE: LKW mit Anhänger
Die Erweiterung von C auf den Zug. Dazu gehören LKW mit Anhänger genauso wie der Sattelzug. Der Anhänger darf schwerer sein als 750 kg. Ohne die Klasse C geht CE nicht.
ab 21 Jahren
Klasse D: Bus
Der Führerschein für den Bus. Gebaut sein dürfen die Fahrzeuge für mehr als acht Personen außer dir. Ein Anhänger bis 750 kg darf dranhängen. Voraussetzung ist die Klasse B.
ab 24 Jahren
Klasse DE: Bus mit Anhänger
Bus plus Anhänger über 750 kg, typisch für den Reisebus mit Gepäckanhänger. Eine eigene Theorieprüfung gibt es dafür nicht. Voraussetzung ist die Klasse D.
ab 24 Jahren
Welche Klasse passt zu dir?
Sag uns, wohin du willst. Wir sagen dir, welche Klasse du dafür brauchst und was sie kostet.
Welche Klasse ist meine?
Die sechs Fragen, die uns dazu am häufigsten gestellt werden.
Nein, am Ende steht bei allen dreien die Klasse B im Führerschein. Getrennt sind sie, weil sich der Ausbildungsplan unterscheidet und weil danach etwas anderes eingetragen ist: Eine Prüfungsfahrt auf Automatik ohne vorherige Schaltausbildung bringt dir die Schlüsselzahl 78 (FeV § 17a). Im Anmeldeformular findest du dieselben drei Punkte einzeln wieder, bei BF17 kommt die Getriebefrage als eigener Schritt. Welche Karte du anklickst, entscheidet also, wie du übst, nicht, welche Klasse hinterher in deinem Führerschein steht.
Die Maschine ist bei beiden dieselbe, der Unterschied liegt im Gebiet: B196 gilt nur in Deutschland, A1 gilt in ganz Europa. B196 ist außerdem eine Schulung ohne Prüfung, A1 eine Fahrerlaubnisklasse mit Theorie- und Fahrprüfung. Wenn du später auf A2 aufsteigen willst, führt der Weg über A1, auf B196 baut nichts auf. Beide Wege stellt der Ratgeber-Artikel A1 oder B196 nebeneinander.
An der zulässigen Gesamtmasse von Zugfahrzeug und Anhänger zusammen, nicht am Anhänger allein. Über 3.500 kg reicht die Klasse B nicht mehr. Bis 4.250 kg genügt dann die B96-Schulung, und die endet ohne Prüfung (FeV § 6a, Anlage 7a). Alles darüber ist die Klasse BE. Dort sind fünf besondere Ausbildungsfahrten und eine praktische Prüfung vorgeschrieben (FahrschAusbO Anlage 4).
Nein, du kannst diese Klassen privat machen. Wir bilden sie für Selbstzahler und für arbeitgeberfinanzierte Fahrschüler aus, nicht über die Agentur für Arbeit. Was du zusätzlich brauchst, wenn du beruflich fahren willst, ist eine zweite Sache: Fahrerlaubnis und Berufskraftfahrer-Qualifikation sind getrennte Nachweise. Den Unterschied erklärt der Ratgeber-Artikel LKW-Führerschein oder Berufskraftfahrer.
Nein, und genau hier zerfällt die Liste in zwei Hälften. Die Auto-, Anhänger- und Motorradklassen gelten unbefristet. Die LKW- und Bus-Klassen werden für höchstens fünf Jahre erteilt (FeV § 23 Abs. 1); danach steht eine ärztliche Untersuchung an, keine neue Fahrprüfung. Wie das abläuft, steht unter Leistungen bei der Verlängerung.
Rechne mit dem Kalender, nicht mit dem Gefühl. Auf den Karten steht das Mindestalter für den Direkteinstieg; über den Aufstieg kommst du früher an dieselbe Klasse, sobald A2 zwei Jahre in deinem Führerschein steht (FeV § 10). Der Aufstieg ist auch die kürzere Ausbildung: Vorgeschrieben sind dann sechs besondere Ausbildungsfahrten (FahrschAusbO Anlage 4). Eines bremst dabei, die praktische Prüfung darfst du erst kurz vor Ablauf dieser Frist fahren, frühestens einen Monat vorher (FeV § 17 Abs. 1).
