Fahrschule 26
← Ratgeber

A1, A2 oder A? Die Motorradklassen im Vergleich

Drei Klassen, drei Leistungsstufen, zwei Wege nach oben. Welche zu dir passt, hängt vor allem an deinem Alter und an dem, was du wirklich fahren willst.

5 Min. Lesezeit

Die drei Klassen auf einen Blick

Die Motorradklassen sind nach Leistung gestaffelt. Je stärker die Maschine, desto höher das Mindestalter. Dazwischen gibt es einen Aufstiegsweg, der viel Zeit spart.

  • A1, bis 125 cm³ und 11 kW, ab 16 Jahren
  • A2, bis 35 kW, ab 18 Jahren
  • A, ohne Leistungsgrenze, ab 24 Jahren

Der Aufstieg von A2 auf A

Das ist der Punkt, den viele nicht kennen. Wer die Klasse A2 zwei Jahre lang hat, kommt danach ohne erneute Theorieprüfung auf die offene Klasse A und zwar unabhängig davon, ob er dann schon 24 ist.

Wer mit 18 A2 macht, fährt also mit 20 offen. Wer wartet, darf erst mit 24. Für die meisten unter 22 ist der Weg über A2 deshalb der schnellere, nicht der umständlichere.

Was die Ausbildung kürzer macht

Hast du schon eine Fahrerlaubnis (typischerweise den Autoführerschein) reichen sechs Doppelstunden Grundstoff. Dazu kommt der Motorrad-Zusatzstoff.

Steigst du von A1 auf A2 oder von A2 auf A auf, entfällt die Theorieprüfung ganz. Es bleibt die praktische Ausbildung.

Und wenn es nur um 125er geht?

Dann gibt es einen zweiten Weg, der oft übersehen wird: die Schlüsselzahl B196. Wer den Autoführerschein seit mindestens fünf Jahren hat und mindestens 25 ist, darf 125er nach einer Schulung fahren, ohne Prüfung.

Ob A1 oder B196 für dich günstiger ist, hängt an deinem Alter und daran, ob du später mehr willst. Das haben wir in einem eigenen Vergleich auseinandergenommen.

Was es kostet

Grundbetrag, Fahrstunde und Prüfungsentgelt stehen für jede Motorradklasse einzeln im Preisaushang. Die Zahl der Übungsstunden hängt davon ab, wie schnell du mit dem Motorrad zurechtkommst. Erfahrung auf zwei Rädern hilft spürbar.

Häufige Fragen

Was nach diesem Artikel erfahrungsgemäß noch offen bleibt.

Das hängt am Alter. Mit 16 geht nur A1. Mit 18 ist A2 fast immer die bessere Wahl, weil du damit nach zwei Jahren ohne neue Theorieprüfung auf die offene Klasse A aufsteigst.

Mit A1 fährst du Krafträder bis 11 kW. Das sind umgerechnet knapp 15 PS. Dazu kommen zwei weitere Grenzen: höchstens 125 cm³ Hubraum und maximal 0,1 kW Leistung pro Kilogramm.

Deutlich kürzer als beim ersten Führerschein. Der Grundstoff schrumpft von zwölf auf sechs Doppelstunden, weil du ihn schon einmal gehört hast. Dazu kommt der Motorrad-Zusatzstoff und die praktische Ausbildung.

Die Theorieprüfung entfällt, die praktische nicht. Dazu kommen sechs Sonderfahrten statt der zwölf bei der Ersterteilung. Der Aufstieg ist also eine verkürzte Ausbildung mit einer Prüfung am Ende.

Für A1, A2 und A sind 70 Minuten angesetzt. Auf die reine Fahrzeit entfallen davon mindestens 30 Minuten. Der Rest geht für die Grundfahraufgaben auf dem Übungsplatz und die Rückmeldung am Ende drauf.

Helm, Handschuhe, feste Stiefel sowie Jacke und Hose mit Protektoren gehören ab der ersten Praxisstunde dazu. Ohne diese Ausrüstung geht es auf dem Übungsplatz nicht los. Was du davon selbst mitbringst, klären wir vor deinem ersten Termin. Dann kaufst du nichts doppelt.

Bereit loszulegen?

Melde dich in zwei Minuten an. Wir besprechen deinen Start.