A1, A2 oder A? Die Motorradklassen im Vergleich
Drei Klassen, drei Leistungsstufen, zwei Wege nach oben. Welche zu dir passt, hängt vor allem an deinem Alter und an dem, was du wirklich fahren willst.
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Die drei Klassen auf einen Blick
Die Motorradklassen sind nach Leistung gestaffelt. Je stärker die Maschine, desto höher das Mindestalter. Dazwischen gibt es einen Aufstiegsweg, der viel Zeit spart.
- A1, bis 125 cm³ und 11 kW, ab 16 Jahren
- A2, bis 35 kW, ab 18 Jahren
- A, ohne Leistungsgrenze, ab 24 Jahren
Der Aufstieg von A2 auf A
Das ist der Punkt, den viele nicht kennen. Wer die Klasse A2 zwei Jahre lang hat, kommt danach ohne erneute Theorieprüfung auf die offene Klasse A und zwar unabhängig davon, ob er dann schon 24 ist.
Wer mit 18 A2 macht, fährt also mit 20 offen. Wer wartet, darf erst mit 24. Für die meisten unter 22 ist der Weg über A2 deshalb der schnellere, nicht der umständlichere.
Was die Ausbildung kürzer macht
Hast du schon eine Fahrerlaubnis (typischerweise den Autoführerschein) reichen sechs Doppelstunden Grundstoff. Dazu kommt der Motorrad-Zusatzstoff.
Steigst du von A1 auf A2 oder von A2 auf A auf, entfällt die Theorieprüfung ganz. Es bleibt die praktische Ausbildung.
Und wenn es nur um 125er geht?
Dann gibt es einen zweiten Weg, der oft übersehen wird: die Schlüsselzahl B196. Wer den Autoführerschein seit mindestens fünf Jahren hat und mindestens 25 ist, darf 125er nach einer Schulung fahren, ohne Prüfung.
Ob A1 oder B196 für dich günstiger ist, hängt an deinem Alter und daran, ob du später mehr willst. Das haben wir in einem eigenen Vergleich auseinandergenommen.
Was es kostet
Grundbetrag, Fahrstunde und Prüfungsentgelt stehen für jede Motorradklasse einzeln im Preisaushang. Die Zahl der Übungsstunden hängt davon ab, wie schnell du mit dem Motorrad zurechtkommst. Erfahrung auf zwei Rädern hilft spürbar.
